Apfelernte beginnt in Sachsen - Verluste erwartet

Zu Beginn der Apfelernte in Sachsen rechnen die Obstbauern mit Verlusten. Massive Hagelschäden schmälerten die Ernte in diesem Herbst voraussichtlich um ein Viertel, teilte das Landwirtschaftsministerium am Freitag mit. Insgesamt erwarten die Apfelbauern eine Ernte von 70 000 Tonnen, normalerweise sind es etwa 90 000 Tonnen. Damit ist 2019 das dritte Jahr in Folge mit witterungsbedingten Einbußen. Im Vorjahr wurden knapp 75 400 Tonnen Äpfel von den Bäumen geholt, im Jahr zuvor waren es knapp 70 000 Tonnen.


«Unsere Klimaexperten können in Bezug auf Witterungsunbilden auch für die kommenden Jahre ‎leider keine Entwarnung geben», sagte Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) in Stolpen (Sächsische Schweiz/Osterzgebirge) zum offiziellen Erntebeginn. «Das bedeutet, dass Landwirte und Gartenbauer zunehmend größeren Risiken ausgesetzt sind - auch ‎durch Hagel oder Trockenheit.»


Das Land unterstützt Obstbauern den Angaben zufolge etwa beim Errichten von Hagelschutz sowie Bewässerungs- und Beregnungsverfahren. Bis zu 25 Prozent der Kosten werden übernommen. Zudem will sich Sachsen beim Bund für eine ermäßigte Versicherungssteuer bei der Elementargefahr «Trockenheit» einsetzen.


Der Apfel gilt mit 60 Prozent der Obstanbaufläche als wichtigste Obstkultur in Sachsen. Auf rund 2400 Hektar werden vor allem die Sorten Jonagold, Gala, Elstar, Idared und Pinova ‎geerntet.‎

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